Diskriminierung & Sichtbarkeit
Es wird hier in diesem Blog viel um Diskriminierung gehen. Allerdings möchte ich dem Begriff eine größere Dimension geben als das im öffentlichen Diskurs zum Teil der Fall ist. Ich bin der Meinung, dass "sich als Opfer fühlen" und das zu benennen, nur ein Teil des Prozesses ist. Die Wut über die Ungerechtigkeit, aufzustehen, anzuprangern und zu beschuldigen, ist ein Teil des Prozesses, ein wichtiger, wie ich meine. Und er hat ja in den letzten Jahren auch viel Sichtbarkeit geschaffen, Menschen Mut gemacht und Dinge verändert. Aber der nächste Schritt, um sich zu befreien, muss notwendigerweise der sein, sich aus der Opferrolle herauszubewegen und Gesellschaft aktiv und eigenverantwortlich mitzugestalten. Dazu gehört auch, eigenes diskriminierendes Verhalten zu hinterfragen. Denn selbst eine lesbische schwarte Behinderte (um es mal mit Fanny van Dannens Worten zu sagen) kann sich als Akademikerin ohne psychische Erkrankungen diesen Menschengruppen gegenüber diskriminierend ...