Posts

Gedanken zu spirituellem Feminismus

  Immer wieder lese ich, spiritueller Feminismus oder Spiritualität allgemein sei unpolitisch und ich-zentriert. Auch dass Rassismus, kulturelle Aneignung und fehlende Kritik an Patriarchat und Kapitalismus ein Teil von spirituellem Feminismus wären, habe ich in einem Beitrag gelesen. Hier habe ich mir ein paar Gedanken dazu gemacht. Zunächst zu der Sache mit der Ich-Bezogenheit: Das mag als Modeerscheinung in kapitalistischer Selbstoptimierungsmanier in Teilen durchaus der Fall sein. Lebt man allerdings eine spirituelle Lebenseinstellung, geht man schonmal einen großen politischen Schritt. Denn wie kann man besser Frieden in die Welt tragen als wenn man Frieden in sich selbst hat? Es existieren durchaus obskure Bewegungen im spirituellen Feminismus, aber die existieren auch innerhalb anderer feministischer Bewegungen. Kritisch wird es meines Erachtens immer dann, wenn man anderen nicht mehr zuhört und sich vorschnell eine Meinung bildet, wenn aus Miteinander ein Gegeneinan...

Richtig (Julia Engelmann)

 "Frag dich nicht,  was richtig ist, sondern frag dich,  was du fühlst. Hör auf zu fragen,  ob du kannst, sondern frag dich,  ob du willst." Julia Engelmann

Der Fluss, nicht das Floß (Käpt'n Peng)

  "Für mich ist Kunst Spiegel, Boxsack, Kerker, Befreiung, Nahrung, Selbstmord, Kontemplation, Schlachtfeld und Sex in einem. Am besten aber funktioniert Kunst für mich als Katapult. Ich setze mich hinein und löse die Seile, um mich ich mit 800kmh Schleudergeschwindigkeit über die Burgmauern des inneren Königreiches in die Nacktheit des eigenen Ausdrucks zu befördern. Dies ist so spaßig wie schmerzvoll. Für mich gibt es 2 Arten von Kunst. Die Direkt-Kunst ohne denken und die Plan-Kunst mit denken. Entweder man plant und feilt daran, bis es stimmig ist. Oder man kackt in den Raum und formt eine Skulptur daraus um den Kreislauf der Energie zu verdeutlichen, der durch das Bewusstsein geformt wird. Dies gehört zur Direkt-Kunst, weil man es so unerhört schnell machen muss, dass man selbst nichts davon mitbekommt, da einen sonst der Verstand sagt, dass man sie nicht mehr alle hat. Wenn auch nur zwei Sekunden vergehen zwischen Idee und Ausführung, ist man schon umzingelt von Gedanken, d...

Andere Fragen

 Was, wenn wir beginnen, uns andere Fragen zu stellen? Wenn wir uns fragen, wer wir sein wollten, wenn uns alle Möglichkeiten der Welt offen stünden und was wir machen wollten, wenn es keine Hindernisse gäbe? Und beginnen, diesen Weg zu gehen... Wie würde unser Leben, wie würde unsere Gesellschaft wohl aussehen? Wenn wir Hindernisse als Herausforderungen betrachteten, auf dem Weg zu dem Ich, das wir sein, zu dem Leben, das wir führen wollen? Und jede gemeisterte Herausforderung als ein Ziel in Richtung Glück? Was, wenn wir begännen, unser Leben an den Stellen zu verändern, an denen es uns einengt und unglücklich macht? Und wenn wir nach und nach auch begännen, das mit der Gesellschaft zu tun? Erkennend, dass sie uns an viel mehr Stellen einschränkt als uns bewusst war, Selbstverständlichkeiten hinterfragend merkten, dass wir viel freier, glücklicher und viel mehr wir selbst sein können... Nämlich so, wie wir es uns als Kinder erträumt haben und es uns in kurzem Abdriften in andere ...

Über den Tellerrand bunt herum

 Ich habe sehr, sehr lange überlegt, ob ich einen Blog schreiben soll. Denn eigentlich mag ich die Vorstellung davon, dass meine Texte analog auf einer Parkbank gelesen werden und nicht mal schnell nebenher. Und außerdem: Wer will sich schon der Grobheit des Internets aussetzen? Aber all die vielen Ideen, die in meinem Kopf herumschwirren, wollen jetzt raus und gehört werden und sind vielleicht in ein, zwei Jahren schon wieder nicht mehr aktuell... Und außerdem: Wenn man etwas anders will, sollte man auch den Mut haben, es mit zu verändern. Wenn der Umgang im Internet ein anderer werden soll, sollten die, die ihn anders haben wollen, damit anfangen. So wie es Leser gibt, die auch im Internet einen Text in Ruhe lesen oder ihn vielleicht sogar ausdrucken, so gibt es auch Menschen, die respektvolle Artikel und Kommentare schreiben. Und es können mehr werden, wenn jeder bei sich selbst anfängt. Ich verstehe mich als eines von vielen Sprachrohren unserer Generation, so wi...