Gedanken zu spirituellem Feminismus
Immer wieder lese ich, spiritueller Feminismus oder Spiritualität allgemein sei unpolitisch und ich-zentriert. Auch dass Rassismus, kulturelle Aneignung und fehlende Kritik an Patriarchat und Kapitalismus ein Teil von spirituellem Feminismus wären, habe ich in einem Beitrag gelesen. Hier habe ich mir ein paar Gedanken dazu gemacht. Zunächst zu der Sache mit der Ich-Bezogenheit: Das mag als Modeerscheinung in kapitalistischer Selbstoptimierungsmanier in Teilen durchaus der Fall sein. Lebt man allerdings eine spirituelle Lebenseinstellung, geht man schonmal einen großen politischen Schritt. Denn wie kann man besser Frieden in die Welt tragen als wenn man Frieden in sich selbst hat? Es existieren durchaus obskure Bewegungen im spirituellen Feminismus, aber die existieren auch innerhalb anderer feministischer Bewegungen. Kritisch wird es meines Erachtens immer dann, wenn man anderen nicht mehr zuhört und sich vorschnell eine Meinung bildet, wenn aus Miteinander ein Gegeneinan...